Schritt für Schritt. Eine franziskanische Spurensuche 800 Jahre danach
Vier Wochen unterwegs - mit Impulsen, für sich persönlich oder in der Gruppe
Vor 800 Jahren starb Franz von Assisi. Weltweit erinnern in diesem Jahr deshalb unzählige Angebote an den beliebten Heiligen mit einer bewegten Biografie. Denn dass aus dem wohlhabenden Kaufmannsohn und Lebemann Giovanni Battista Bernardone ein Bettelmönch, Ordensgründer und Vorbild in Sachen Frieden und Ökologie werden sollte, war keineswegs vorgezeichnet. Den einzelnen Stationen der Lebensgeschichte des „Poverello”, nach dem sich sogar der letzte Papst benannte, geht im Herbst 2026 ein Angebot des Geistlichen Zentrums im Stadtkloster Bad Mergentheim und des Dekanats Mergentheim nach.
20 Impulse verweben die Biografie des Heiligen mit Ideen, neu auf das eigene Leben, Glauben und Denken zu blicken. In allen katholischen Kirchen des Dekanats liegt dazu ein kostenloses Begleitheft bereit. Zudem stehen die Impulse auf Instagram (@schrittweise_franziskus) und in einer Signal-Gruppe bereit, um sich möglichst gut in den Alltag integrieren zu lassen. Sr. Ursula Hedrich und Sr. Rita Bystricky, Franziskanerinnen im Stadtkloster Bad Mergentheim, haben das Angebot mit entwickelt. Franz von Assisi sei auch 800 Jahre später bleibend aktuell:„Er ist ‚Schritt für Schritt’ hoffnungsvoll bewegt seinen Weg gegangen und ist angekommen, bei sich, bei den Menschen, bei Gott – ein erfülltes Leben. Die Antworten, die er gefunden hat, können uns auch heute inspirieren und Mut machen, den eigenen Weg zu gehen.”
Für alle, die dem Autor des „Sonnengesangs” nicht nur individuell auf die Spur kommen wollen, finden drei Begleitveranstaltungen statt: Am 20. September 2026 um 18.00 Uhr lädt das Bad Mergentheimer Stadtkloster der Sießener Franziskanerinnen (Marienstraße 1/1) zum Auftaktabend ein. Am 1. Oktober um 19.00 Uhr ist das katholische Gemeindehaus in Weikersheim (Karl-Ludwig-Straße 13) Ort eines Zwischentreffens. Am 18. Oktober um 16.00 Uhr soll abermals im Stadtkloster ein gemeinsamer Rück- und Ausblick erfolgen.
Dekanatsreferent Dr. Jonatan Burger freut sich auf das Projekt, das nicht nur die Katholikinnen im südlichen Main-Tauber-Kreis, sondern auch weitere Interessierte ansprechen soll: „Bis 2030 erhalten die kirchlichen Strukturen vor Ort in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein neues Gesicht. Bei allen administrativen Weichenstellungen tut es dabei gut, sich darauf zu besinnen, was das eigene Leben trägt und wozu Kirche eigentlich heute da ist.” Dafür sei der heilige Franziskus, der einst selbst renovierungsbedürftige Kapellen am Rande des umbrischen Städtchens Assisi instand setzte und so zu Gott und seiner eigenen Berufung fand, das ideale Vorbild.


